siegelbruchHallo Wolf,
setz das doch bitte mal auf deine Seite, es ist nämlich ungeheuer wichtig für alle Menschen, die da glauben zu denken, solange sie diese Fähigkeit noch nicht erworben haben.
Siegelbruch

Wenn ich mir eine Frage stelle, so kommt diese Frage aus der Wissbegierde meines eigenen Willens heraus (= „Ich will wissen!“) und ist somit ein Gedanke von mir. Alle Gedanken, die jedoch blitzartig in mir auftauchen (= Kommentare, Meinungen und Urteile), die sind ein Einschlag in meine Empfangsantenne, ich weiß also nicht, woher sie kommen. Genau deswegen sollte ich sie nun aber logisch hinterfragen, um sie mir konstruktiv zueigen zu machen, wenn nicht, so gehe ich die Gefahr ein, zu ihrer Marionette zu werden.

Nehmen wir einmal an, der Gedankeneinschlag ist wie ein Gewitterblitz, der beim Menschen über alle Nervenbahnen unter die Haut geht, dann ist es doch wohl kein Wunder, dass der, der daraufhin nicht abreagierend handelt, nach und nach, immer fetter werdend dasteht, denn er muss viel essen, um die ihn sauer machenden Einschläge zu vergessen.

Das gedankliche Hinterfragen, das kann solch Mensch dann, seines guten Geschmacks wegen, überhaupt nicht mehr vertragen. Es schmecken ihm in diesem Fall die Leute nicht mehr, die da hinterfragen, und somit die in ihnen vorstellungsbildhaft reflektierte Wahrheit sagen, so etwas schlägt ihm doch glatt auf den Magen. Dieser Mensch empfindet die Wahrheit als geschmacklos, und über den Nächsten seiner Gedankenblitze geht er dann gleich über, in den sehr hysterisch verbalen Zusammenstoß, denn durch ihre Liebe zur marionettenhaften Fremdsteuerung, sind solche Menschen ganz groß.

Gedankenkontrolle? Nein, denn der Reiz des Lebens liegt für sie darin, haben sie sich mal wieder gegenseitig in der Wolle, denn es heißt nun mal für sie, unter dem Strich: „Was sich neckt, das liebt sich.“

Siegelbruch

Advertisements