trugen mich meine müden Beine. Nur ein schmaler Pfad schlängelte sich durch das
dunkle Dickicht alter namenloser Baumesriesen. Doch plötzlich wurde ich in einiger
Entfernung kräftiger Sonnenstrahlen gewahr, die sich Bahn brachen durch die Reihen der mächtigen und knotigen Stämme, wie sie nur von einer großen und weiten Lichtung herrühren konnten. Nun hörte ich auch menschliche Stimmen. Mein Herz wollte schon jubeln, seit langem wieder in ein menschliches Antlitz zu schauen und schon war ich dabei, meinen Schritt in wiedergewonnener Kraft zu beschleunigen.

Doch irgendetwas ließ mich innehalten. Wie kann das sein – hier in dieser verlassenen und nicht endenden Wildnis? Sind es Truggespinste meiner erlahmten Sinne, oder sollte ich Vorsicht walten lassen, weil ich womöglich mitten in die Fänge von Wegelagerern laufen oder gar in den Bann der Waldgeister, Unterirdischen und Irrwichte geraten könnte?

Quelle und weiter:  Durch tiefe Waldesschluchten Als PDF