Wohl kaum jemand läßt heute die Nachricht unberührt, daß die NATO einen Angriff auf Syri- en plant. Scheinbar ist auch alles schon von langer Hand vorbereitet, denn über dem briti- schen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern wurden Kampfjets gesehen.
Weiter sind US-Flugzeugträger im Mittelmeer, es wird von etli- chen Kriegsschiffen berichtet, die gesichtet wurden. König Hussein von Jordanien läßt auch noch zu, daß sich dort am Sonntag die Kommandanten von USA, GB, Saudi Arabien, Qatar, Türkei, Frankreich, Itali- en und Kanada treffen, teilt debka.com mit. Was für ein internationales Aufgebot für so ein relativ kleines Land! Daß die westlichen Staaten beteiligt sind, ist ja klar, aber die moslemisch-arabischen Staaten? Sie werden gegen ihre Brüder kämpfen. Natürlich gibt es Agreements mit Saudi-Arabien, Qatar und der Türkei, aber es ist geradezu unheimlich.
Die NATO geht tatsächlich das Risiko eines Flächenbrandes ein, der auch zu einem großen Krieg mutieren könnte, und das sogar ohne UN-Mandat. Daß Russland und China ein Veto einlegen werden, wird sie nicht beeindrucken oder gar abhalten, so wie es aussieht.

Der Hintergrund ist natürlich der, daß es zum einen mal wieder um Ausbeutung von Res- sourcen geht, weiter ist Syrien strategisch wichtig, um irgendwann den Iran angreifen zu können. Das Vergnügen aber kann die NATO vielleicht schneller haben, als ihr lieb sein kann. All dies sind jedoch nur Vorbereitungen, weil das eigentliche Ziel Russland ist. Putin weiß das ganz genau, ebenso China, wobei die neuen Machthaber dort noch nicht gut einzuschätzen sind. Beide Länder werden jedoch eins nicht zulassen: daß weder die USA noch die NATO sich im Nahen Osten noch mehr ausbreiten, als sie es schon getan haben.
Der andere, vielleicht zeitlich noch drängendere Grund ist, daß die westlichen Währungen am Ende sind. Die vielfältigen Lügen und das Aufschieben der Bereinigung funktioniert irgendwann nicht mehr, und was Ende 2008 schon hätte kollabieren müssen, hat sich zu einem Monster von Schulden ausgewachsen. Da ist natürlich ein Krieg hoch willkommen – nach alter Denkweise – bei dem man die alten Waffen entsorgen und die neuen auspro- bieren kann. Das kurbelt auch die Wirtschaft an, wenn auch nur eine Weile. Wie perfide diese Denkweise ist, weil dadurch Menschen in Massen sterben können, wird schon am Versuch deutlich, dem Assad-Regime die Schuld in die Schuhe zu schieben, für den Gift- gasanschlag. Aber wir erkennen längst das Muster, das hinter diesen Versuchen steckt: etwas Schreckliches passiert (wurde inszeniert), und der anvisierte Gegner bekommt die Schuld, sodaß ein Grund zur Intervention gegeben ist. Wie unkreativ, sich nicht mal was Neues einfallen zu lassen – das ist für die NSA, die ja mitliest.
Das hier ist kein Abenteuer und kein Spaß mehr. Da kann es viele Vorfälle geben, die emo- tionale Überreaktionen herausfordern. In diesem Spiel gibt es zuviele rote Knöpfe, die man drücken kann. Dafür wurde die letzte Generation gut auf Playstation vorbereitet (Ironie off). Weiteres mag man sich nicht ausmalen.

Quelle und weiter: Osira „Nato-Update 2013“ 

Advertisements